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Das war “Politik ohne Grenzen II”

Vom 15.-17. März 2013 fand der zweite Workshop der Seminarreihe “Politik ohne Grenzen” zusammen mit “Jugendliche ohne Grenzen” statt. Der Bericht über den ersten Teil ist hier zu finden.

22 Jugendliche und junge Erwachsene, die in Niedersachsen und Hamburg leben –  notmyworldmehrheitlich Flüchtlinge aus ganz verschiedenen Ländern – haben sich im ABC zusammengefunden, um gemeinsam über ihre Wünsche und Ideen zu diskutieren, sich zu vernetzen und auszutauschen. Gleichzeitig haben sie gemeinsam an einem Blog gearbeitet.

Das Brainstormen zu Beginn am Freitag mit verschiedenen “Inseln” wurde auf Papier festgehalten und im Nachhinein noch durch erklärende Texte ergänzt. Die Jugendlichen schreiben dort über ihre Vorstellungen und Befürchtungen, wie die Welt aussieht, aber auch wie sie aussehen sollte.

Im Anschluss daran berichteten Helina und Nurjana über die konkrete Situation von Flüchtlingen und über ihre Aktivitäten bei “Jugendliche ohne Grenzen”. JOG-PräsentationViele Zahlen (z.B. Wie viele Flüchtlinge stellen eigentlich einen Asylantrag, und wieviele davon werden abgelehnt? Woher kommen die in Deutschland lebenden Flüchtlinge?) und Informationen sorgten für eine lebhafte Diskussion, die im Laufe des Wochenendes mehrfach aufkam: Wie sieht es mit der Gleichheit aller Menschen aus? Warum gibt es überhaupt Grenzen? Wie kann man sich für eine Welt ohne Grenzen engagieren? Was kann als Einzelne/r gegen die Flüchtlingspolitik getan werden? Welche Rechte haben Flüchtlinge eigentlich? Wie ist die Situation in den verschiedenen Bundesländern?

Aus den Diskussionen sind im Laufe des Wochenendes einige interessante Blogbeiträge, Comics und ein kurzer Filmbeitrag entstanden. Nachzulesen ist das alles auf dem Blog der Gruppe. Zwei Teilnehmende haben gleich ihren eigenen Blog eingerichtet.

Ein Jugendlicher hat eine Online-Petition gestartet: Er ist in Deutschland nur geduldet und kann jederzeit abgeschoben werden. Er bittet um Unterstützung: “Bitte helft mir mit Eurer Unterschrift und verhindert meine Abschiebung nach Serbien.” Das ABC und Netz-B unterstützen seine Petition.

Wir sind auf jeden Fall begeistert von den intensiven GruppenfotoDiskussionen und so viel Engagement, freuen uns über das gute Feedback der Gruppe und werden noch in diesem Jahr einen weiteren Politik ohne Grenzen-Workshop anbieten.