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3 Tage, 24 Sprachen, 9 Länder und viel viel Spaß

Wie kann ich mich stark machen für meine Anliegen, wie im Internet die Stimme erheben, wie mich vernetzen und organisieren? Diese Frage stand im Zentrum des Seminars „Politik ohne Grenzen!?“ vom 12. bis 14. Oktober. Während drei Tagen holten sich 13 Jugendliche und junge Erwachsenen das nötige Rüstzeug, um mithilfe neuer Medien politisch aktiv zu werden.

Die Idee für den Workshop entstand während des JugendPolitCamps im Juni 2012. Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollten lernen, wie ein Blog aufgesetzt werden kann. Außerdem planten sie – zusammen mit einigen Engagierten von Jugendliche ohne Grenzen und anderen Flüchtlingen aus Niedersachsen und Hamburg auch nach der Veranstaltung – zumindest virtuell – miteinander zu arbeiten und gemeinsame Inhalte erarbeiten. Da die Zeit für eine vertiefte Schulung fehlte, einigten sie sich darauf, eine Folgeveranstaltung zu organisieren – ein Seminar, in dem digitale Tools im Zentrum stehen sollten.

internationaler Austausch
Bei der Umsetzung dieses Vorhabens – im Seminar „Politik ohne Grenzen!?“ – waren viele Teilnehmende mit dabei, die als Flüchtlinge mit  Duldungsstatus in Deutschland leben. In der internationalen Gruppe waren neun verschiedene Nationalitäten vertreten, 24 Sprachen wurden gesprochen. Die Anerkennung ihrer Rechte, die unsichere, ständig von Abschiebung bedrohte Lebenssituation in Deutschland und die politische Lage in ihren Herkunftsländern war dadurch eines der Hauptthemen. Auf sehr persönliche Art und Weise haben sich die jungen Menschen mit ihrer Situation, ihren Anliegen und Visionen auseinandergesetzt. Mithilfe verschiedener technischer Mittel dokumentierten sie ihren Austausch auf dem lesen- und sehenswerten Blog politikohnegrenzen.wordpress.com.

Dieser Blog ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie sich junge Menschen aus vielen verschiedenen Ländern gemeinsam für eine bessere Zukunft einsetzen. So gibt es zum Beispiel Zusammenstellungen mit Storify über den somalischen Bürgerkrieg oder afrikanische Flüchtlinge, ein Comic über die Residenzpflicht, eine Landkarte mit Fluchtwegen eines Teilnehmenden, eine Zeitleiste, die das Leben einer Teilnehmerin veranschaulicht, eine Prezi über die Arktis und noch einiges mehr. Auch ein Interview mit zwei Aktivistinnen von „Jugendliche ohne Grenzen“ ist zu finden. Die beiden hatten für die Gruppe einen Vortrag vorbereitet, um genauer darüber zu informieren, was JOG eigentlich ist und um bestenfalls neue Leute für die Mitarbeit in der Flüchtlingsinitiative zu gewinnen.

Genauso ausdauernd und intensiv wie am online-Auftritt gearbeitet wurde, tauschten sich die jungen Gruppenmitglieder auch offline aus. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie wichtig und fruchtbar der direkte Kontakt für Menschen aus unterschiedlichen Kulturen ist. Beim leckeren Essen im ABC wurden Kochrezepte getauscht, in jeder Pause Pläne für weitere Aktionen geschmiedet und spätabends, beim Billardspiel und Ping-Pong-Match um Punkte gekämpft, die mit Nationalität, Grenzen und Herkunft rein gar nichts zu tun haben.

Für einen Eindruck, wie sich die (Sprachen-)vielfalt an diesem Wochenende anhört, kann man hier hineinhören:

1 Ping

  1. Das war “Politik ohne Grenzen” » Netz-B

    [...] zusammen mit “Jugendliche ohne Grenzen” statt. Der Bericht über den ersten Teil ist hier zu [...]

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