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Resümee – unser erster Workshop

RechercheIn der vergangenen Woche (vom 15.-17.11.2011) fand im ABC der mit Spannung erwartete erste Netz-B-Workshop statt. Die Schülerinnen und Schüler aus der Porta-Coeli-Schule haben sich drei Tage lang – begleitet von zwei Teamerinnen – mit dem Thema Diskriminierung auseinandergesetzt.

Worum geht es bei den Workshops?

Die Workshops sollen eine gute Balance bilden aus der Vermittlung von Medienkompetenz bzw. verantwortungsbewusster / reflektierter Mediennutzung und inhaltlicher Arbeit zu Themenbereichen der politischen Bildung, die für die Jugendlichen relevant sind. Das Konzept der Netz-B-Workshops sieht vor, anhand eines konkreten Themas mit Mitteln und Methoden digitaler Medien, im Speziellen des Web 2.0, praktisch zu arbeiten. Auf spielerische und kreative Art und Weise soll erarbeitet werden, welche (neuen) Möglichkeiten des politischen Handelns es durch digitale Medien gibt und wie man sich aktiv über das bisherige Handeln hinaus betätigen kann. Sei es nun was das Einmischen in politische Prozesse, das Informieren über das politische Geschehen, das Vernetzen mt Gleichgesinnten übers Netz u.v.m angeht. Die Jugendlichen führen selbst kleine Projekte durch. Dabei arbeitet nicht die gesamte Gruppe nur mit einem Werkzeug, sondern in Kleingruppen können die Jugendlichen verschiedene digitale Werkzeuge kennen lernen, dadurch ihren Handlungsspielraum erweitern und auch von den jeweils anderen Gruppen lernen, da alle Ergebnisse zu Ende des Workshops vorgestellt werden. Die Ergebnisse können auch an andere Orte im Web eingebunden werden – etwa hier auf dem Projektblog. So kann man direktes Feedback zu der Arbeit bekommen und sich auch darüber austauschen. Auch wird so nachvollziehbar, welche Wege die eigenen Medienprodukte und Aussagen nehmen können. Schließlich ermöglichen die Mittel des Web 2.0 vielfältige Möglichkeiten, das eigene Anliegen zu transportieren und einer breiten Öffentlichkeit verfügbar zu machen. Auf der anderen Seiten sollen sich die Jugendlichen auch den Gefahren bewusst werden, die damit verbunden sind.

Was ist konkret passiert?

Nach einer Einführung, was politisches Handeln im Web eigentlich ist oder sein kann, hat die Gruppe bereits am ersten Tag mit der Themenfindung für den Schwerpunkt Diskriminierung / Ausgrenzung begonnen und ist dann in die praktische Arbeit eingestiegen. Schwerpunktmäßig wurden in der vergangenen Woche mit Audacity Audiobeiträge fürs Web erarbeitet und Comics mit ComicLife gestaltet. Die Gruppe hat übrigens auch einen Beitrag in ihrem Workshops-Blog darüber verfasst, wie man man mit diesem Programm arbeiten kann. Der Workshop-Blog Portapforte wurde angelegt, um die drei Tage im ABC zu begleiten und zu dokumentieren. Die Jugendlichen haben selbst ihre Arbeitsergebnisse hochgeladen und Blogbeiträge geschrieben, sei es nun über die laufende Arbeit am Projekt, die Ergebnisse oder auch Unterhaltsames zwischendurch. Alles in allem bildet dieser Blog die drei Tage recht gut ab.

Die Jugendlichen haben auch verschiedene Arten des kollaborativen Arbeitens erpobt, z.B. die Recherche zu verschiedenen politischen Webseiten. Dafür haben sie mit Hilfe eines gemeinsamen GoogleDocs erarbeitet, welche Webseiten, die sich entweder direkt an Jugendliche wenden (z.B. fluter) oder sich mit politischer Bildung für Jugendliche auseinander setzen, was bieten. Die Ergebnisse der Suche sind hier zu finden. Wichtig war uns neben den inhaltlichen Aspekten der Webseiten, die SchülerInnen auch darüber zu informieren, worauf man in Bezug auf die Vertrauenswürdigkeit bzw. Seriösität einer Webseite achten sollte.

Ein kurzes Fazit

Es hat sich gezeigt, dass die parallele Nutzung verschiedener Werkzeuge des Web 2.0 innerhalb eines Workshops eine Herausforderung ist, da permanente technische und inhaltliche Begleitung der Jugendlichen auf verschiedenen Ebenen nötig ist. Zwar gab es stellenweise die nicht immer vermeidbaren technischen Probleme, aber letztendlich hat sich gezeigt, dass dieses Format angemessen ist und zu guten Ergebnissen führen kann. Die Jugendlichen waren begeistert von den Möglichkeiten, von denen sie viele persönlich noch nicht kannten – sei es nun das gemeinsame Arbeiten an Dokumenten, das einfache Anlegen eines Blogs, politische Webcommunities für Jugendliche oder die simplen Möglichkeiten, mit selbst gemachten Bildern eine Geschichte zu erzählen. Hemmschwellen der Nutzung wurden abgebaut und viele der Jugendlichen waren sehr motiviert, Einzelnes auch weiterhin zu nutzen. Auch was die inhaltliche Arbeit angeht, sind wir zufrieden, denn die Jugendlichen haben sich durchaus kritisch und kontrovers mit dem Thema Diskriminierung gefasst, wie auch die Diskussionen im Plenum und in der Kleingruppe zeigten.

Vielen Dank noch einmal an die Gruppe für die schönen drei Tage!